Veranstaltungstipp
21.01.2010
Stadt, Land, Spiel: Wo ist Mister X?
Wo ist Mister X in Nürnberg?
Immer mehr Verkehrsbetriebe springen auf den Trend auf. So hat der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg die Jagd für U-, S-, Straßenbahn und Bus aufgelegt. Mitmachen können fast unbegrenzt viele Mitspieler, bis zu fünf Stunden kann die Jagd dauern.
Angebot: Intercity Hotel Nürnberg, 1 Übernachtung im DZ ab 36 Euro (Anreisetag: 21. Februar 2010)
Und dann geht's los: Der ausgeloste Mister X bekommt eine entsprechend beschriftete Mütze auf und spurtet los. Einige Zeit später dürfen die Verfolger die Jagd aufnehmen. Damit sie eine Chance haben, den Verdächtigen aufzuspüren, verschickt dessen Handy in bestimmten Zeitabständen eine SMS mit seinem Standort an alle Teilnehmer.
Klingt einfach? Tja, auch Mister X bekommt quasi Hilfe von oben, denn auch er erhält die Standortangaben zu seinen Verfolgern. Und wenn ihm einer zu nahe kommt, zündet er zum Beispiel eine Nebelkerze, mit denen er Detektiven in einem bestimmten Umkreis die Sicht nimmt, oder er setzt sich eine Tarnkappe auf. Gute Kondition ist Pflicht, Wasserflasche und Energieriegel gehören ins Handgepäck.
Ebenfalls auf die Suche nach Mister X können Interessierte in Wien gehen. Auch hier geht es wie bei der berühmten Jagd nach dem dritten Mann in den Untergrund - allerdings nicht in die Kanalisation, sondern in den U-Bahnschacht, denn umgesetzt haben das Spiel in der österreichischen Hauptstadt die Wiener Linien. Wann allerdings die nächste Runde startet, ist bislang offen.
Angebot: Hotel NH Wien Belvedere, 1 Übernachtung im DZ ab 38 Euro (Anreisetag: 12. Februar 2010)
Moderne Räuber und Gendarmen
Besonders sportlich geht es bei der "FastFoot Challenge" (demnächst neu als "The Awakening") zu. Die Grundidee: Einer haut ab, die anderen müssen ihn finden - ganz ohne großes Drumherum. Dabei werden alle Wege meist im Laufschritt zurückgelegt, das Spiel dauert allerdings auch nur eine halbe Stunde. Alle sechs Minuten gibt das Handy der Zielperson ein Ortungssignal, der Räuber" sieht kontinuierlich die Positionen der "Gendarmen".
Bis zu fünf Teilnehmer können dabei sein. Das Schöne: Die "Challenge" kann überall gespielt werden. So können Familien ihren Sonntagsspaziergang im Wald auf schnellen Füßen einmal ganz anders gestalten, sich Angestellte nach der Arbeit für eine Jagd im Stadtpark verabreden. Und natürlich bietet sich die Challenge auch als Auflockerung für den Urlaub an. Vorbei ist die Jagd übrigens dann, wenn einer der Verfolger dem Flüchtenden auf 50 Meter nahe gekommen ist.
Deutlich beschaulicher geht es bei der "GPS Mission" zu, einer Art digitaler Schnitzeljagd im echten Gelände. Dabei steht der Community-Gedanke im Vordergrund: Zahlreiche Spieler in aller Welt können Missionen spielen und bewerten sowie eigene Strecken entwerfen. Dadurch kommen teils kuriose, teils Routen mit echten Geheimtipps zustande, mal geht es zu den Highlights einer Stadt, dann wieder zu den Drehorten eines bekannten Films, auf den Spuren einer Romanfigur oder auch zu ganz persönlichen Lieblingsplätzen.
Und so geht's: Nach einer Registrierung wählt der Spieler eine Mission in seiner Nähe aus. Die werden in einer Liste angezeigt, ungefähre Wegstrecke und wahrscheinlicher Zeitaufwand helfen bei der Entscheidung für eine Mission. Dann muss der Spieler verschiedene Wegpunkte ansteuern und jeweils kleine Aufgaben lösen, die Bezug zum jeweiligen Ort haben, zum Beispiel nach dem Baujahr einer Kirche. Als Belohnung winken virtuelle Goldmünzen und Siegestrophäen. Dieses Spiel macht aufgrund der schier unendlichen Erweiterbarkeit und der vielfältigen Variationen besonders viel Spaß.
Neuer Trend: Gowalla
Ein ganz ähnliches Konzept verfolgt Gowalla. Bei diesem Reisespiel gilt es, seinen virtuellen Pass mit möglichst vielen Stempeln versehen zu lassen, indem man vor Ort eincheckt. So lernt man Stellen kennen, an denen man sonst achtlos vorübergegangen wäre. Gowalla ist noch im Aufbau begriffen, manche Funktionen sind noch nicht ausgebaut.
Orientierungs-Touren für Kinder
"Ach nö, kein Spaziergang!" Der freundliche Troll Trutton von The Hidden Park hilft Eltern, ihre Sprösslinge in die Natur zu bringen. Denn das magische Wesen fordert die Kinder am iPhone dazu auf, seinen Park vor den Bulldozern gieriger Spekulanten zu schützen. Dafür muss der Nachwuchs bestimmte Wegmarken ansteuern, Rätsel lösen und sich in kleinen Spielen mit Feen und Elfen messen.
Beim Orientieren hilft das Handy, das die eigene Position über Satellitenortung feststellt. Das Programm hat bislang Parks in den USA, in London, Australien, Hongkong und Tokio erfasst. Auch der Englische Garten in München ist dabei. Eltern sind aufgefordert, ihre Touren ebenfalls aufzubereiten.
Quelle: SRT / Autor: Marc Reisner
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