Die türkische Ägäis
2005 habe ich zusammen mit meinem Sohn einen sehr schönen dreiwöchigen Urlaub in der türkischen Ägäis verlebt, und zwar in Kalkan in der Nähe von Kas. Diese Gegend war früher von den Griechen und Römern besiedelt, auf deren Spuren man wandeln kann. Landschaftlich sehr reizvoll und schön, mit schroffen, felsigen, steil aufragenden Bergen, lieblichen Pinienhainen und weißen, sauberen Sand- und Kieselstränden am türkis-blauen Meer. Die Orte sind an sich schön, wenn auch leider "zugestellt" mit unzähligen Shops und Restaurant, die diese eher kleinen, malerischen Orte erdrücken, so dass man nicht mehr viel vom einstigen Ort sehen kann. Zudem sind die Türken sehr aufdringlich, um Touristen in ihre Läden und Restaurants zu lotsen, was uns ziemlich genervt hat. Das ist schade, denn eigentlich sind die Türken freundliche, warmherzige, lebhafte und auch gastfreundliche Menschen. Aber das Tourismusgeschäft verdirbt diese ursprünglichen Eigenschaften ziemlich nachhaltig. Zudem sind die Sommermonate Juli und August nicht zu empfehlen; da ist es allgemein in südlichen Mittelmeerländern zu heiß und zu sonnig. Für Unternehmungen ungünstig. Wir sind trotzdem viel gewandert, hatten uns für die Zeit ein Auto gemietet, um unseren Radius größer zu gestalten. Wir haben natürlich auch Myra, die Stadt des Bischof Nikolaus besucht. Wir haben nicht im Hotel, sondern in einer kleinen Privat-Pension gewohnt. Das hat Vor- und Nachteile: der Preis war o.k. die Zimmer klein, aber sauber und mit WC+Dusche, das Frühstück sehr einfach und wenig abwechslungsreich, die Anlage schön, nicht weit zum Strand, man musste allerdings gut zu Fuß sein, weil es steil bergauf ging. Die Wirtsleute nett, wenn auch geschäftstüchig und teilweise auch etwas aufdringlich. Man musste leider ständig auf der Hut vor Zudringlichkeiten und unerwünschten "Geschäften/Einladungen" sein. Oftmals konnten wir uns nicht des Eindrucks erwehren, abgezockt zu werden -sorry! Wir sind halt an die reellen Geschäftsgepflogenheiten in old Germany gewohnt, die einfach angenehmer sind. Da müssen die Türken noch dazu lernen, wenn sie in die EU wollen.... die meisten Reisenden mögen es zurückhaltender! Die historischen Altertümer in der Türkei könnten auch mehr staatliche Pflege vertragen. Man sieht, dass dafür das Geld fehlt, und die Türken selbst verhalten sich nicht sehr umweltfreundlich, indem sie ihren Müll sogar an diesen historischen Stätten entsorgen. Auch dieses miese Umweltverhalten in punkto Müllbeseitigung nervt in südlichen Ländern allgemein sehr....
ebenso wie die Bauruinen, weil dem Bauherren das Geld ausgegangen ist oder die Besitzer ihr Heim verlassen haben und einfach verwahrlosen lassen....der Staat sieht dabei offensichtlich untätig zu !
Fazit: Landschaft schön, Historie interessant +sehenswert, Kultur + Lebensart verbesserungswürdig!
Geschrieben: 10.10.08, 16:34 Uhr
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