Bleibt die "Liemba" in Tansania?
Das Schiff ist fast 100 Jahre alt und fährt immer noch über den Tanganjika-See: die ehemalige "Graf Goetzen", heute "Liemba" genannt, ist das größte Schiff, was je über den See gefahren ist und noch heute fährt. Es hat eine bewegte Geschichte hinter sich: in der Meyer-Werft in Papenburg gebaut, ging es 1913 zerlegt und in Kisten gepackt auf dem Seeweg nach Daressalam, dann weiter mit dem Zug ins Landesinnere und schließlich auf den Schultern zahlreicher Schwarzer durch den Dschungel bis an den Tanganjika-See. Nur so konnte das damalige Deutsche Reich seine Kolonie Deutsch-Ostafrika noch halten. Später wurde das Schiff zweimal versenkt und wieder gehoben. Heute verbindet es, verbeult, aber scheinbar unkaputtbar, die Anrainerstaaten des Sees miteinander.
Ein Niedersachse, Nachkomme eines Meyer-Werft-Arbeiters, hat die verrückte Idee, das Schiff wieder nach Deutschland zu holen, der Ministerpräsident Wulff will es eigentlich lieber in Afrika lassen und von der Meyer Werft komplett Instand setzen lassen. Ob das Projekt tatsächlich umgesetzt wird, hängt aber wohl vor allem an Entwicklungsminister Niebel.
Was haltet ihr von den beiden Vorschlägen? Sollte das Schiff nach Deutschland zurückgebracht werden oder weiterhin über den Tanganjika-See steuern?
Viele Grüße,
Ulli
Geschrieben: 21.04.10, 14:40 Uhr
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