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Forum »  Reisende Asien »  China

Thema "Politische Lage China"

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Erstellt: 09.04.08, 11:43 Uhr von karsten

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Foto von karsten

karsten Level 2

Beiträge: 130

Politische Lage

Ist vielleicht etwas off-topic aber ich setze das Thema trotzdem mal rein. Beeinflusst die aktuelle politische Lage in Tibet/ China und das Verhalten der chinesischen Regierung eure Reisepläne für das Land?

Durch die Olympischen Spiele wird China/ Peking mit Sicherheit einen Touristenboom verzeichnen, allerdings kann ich mir auch vorstellen, dass viele Menschen China nun boykottieren werden und nicht in das Land reisen werden. Ist vielleicht jemand hier, den das direkt betrifft? Würd mich sehr interessieren...

Viele Grüße
Karsten

Geschrieben: 09.04.08, 11:43 Uhr

Foto von reiselust

reiselust Level 2

Beiträge: 47

RE: Politische Lage

Hallo Karsten,

mich betrifft das Thema zwar nicht direkt, weil ich keine entsprechende Reise plane, aber ich finds trotzdem interessant, sich darüber auszutauschen! Und man kann ja auch mal ganz hypothetisch rangehen: Also wenn ich nach China würde reisen wollen, würde ich es zum momentanen Zeitpunkt und auch noch zu den Spielen, glaub ich, unterlassen, weil ich das Verhalten der chinesischen Regierung einfach unmöglich finde!! Das interessiert die zwar wahrscheinlich ziemlich wenig, ob ich dort auftauche oder nicht, aber irgendwie muß man ja ein Zeichen setzen - und seis' nur für einen selbst...Und wenns in Massen passiert, dann haben Konsumenten und eben auch Reisende doch Macht und die Kraft, Veränderungen durchzusetzen - dafür gibts ja einige Beispiele!
So, ich bin gespannt, was die Community dazu meint! :)
Viele Grüße,
die reiselust

Geschrieben: 10.04.08, 15:38 Uhr

Foto von jhopra

jhopra Level 2

Beiträge: 12

RE: Politische Lage

Hallo,
am 1.Mai fliege wir für eine 12 tägige Rundreise nach China. Die anfängliche Vorfreude wird so langsam durch die Berichte im TV getrübt. Aber wir wollen die Sache positiv sehen und abwarten. Ist ja noch ein paar Tage hin. Ich werde auf jeden Fall berichten! Versprochen!
Viele Grüße
Jörg

Geschrieben: 10.04.08, 17:03 Uhr

Foto von opi1

opi1 Level 3

Beiträge: 53

RE: Politische Lage

Hallo (Astrid),

also ich war gerade in China (März/April 2008), ein aufstrebendes, hochinteressantes Land, es gibt viel zu bestaunen. Wenn wir so auch den Osten Deutschlands uind das Ruhrgebiet  entwickeln würden, wie China das ganze Land, dann hätten wir alle hier schon paradiesische Verhältnisse.

Natürlich kann man mit der Lage in Tibet nicht zufrieden sein, doch die Bayern hatten auch schon separistische Bestrebungen, doch wer hätte dafür Verständnis und Bayern gehört erst seit dem 19. Jahrhundert zu Deutschland, während Tibet schon seit über 700 Jahren zu China gehört und bis ins 20. Jahrhundert herrschten dort noch feudalistische Verhältnisse. Was ist mit dem Baskenland, Nordirland, Tirol ? ? Also wer China verurteilen will, sollte nicht die Regenbogenpresse, die nur an verkaufbaren Storys interessiert ist lesen, sondern sich mit  der Geschichte China intensiver beschäftigen und durch die Teilnahme an der Olympiade dort die Demokratie (aber nicht unsere, wo jeder Verbrecher mehr Rechte hat als der Geschädigte und vor den Wahlen viel versprochen wird und hinterher das Gegenteil getan wird) stärken helfen.

Ich möchte jeden, der/die das Land bereisen möchte, tut es, es ist anstrengend, aber hinterläßt auch viele nachhaltige positive und schöne Erinnerungen und Eindrücke.

Packen wir es an! Opi1

 

 

Geschrieben: 13.04.08, 12:46 Uhr

Foto von lauresham

lauresham Level 1

Beiträge: 5

china-tibet

hallo, bin ähnlicher meinung wie opi und ulli. chinas politik ist sicher kritikwürdig ( todesstrafe, zensur etc.), doch die tibetfrage ist nicht so einfach zu erklären. die gewalt bei den jüngsten demos ging ja wohl auch eindeutig von tibetern aus, womit ich nicht deren anliegen in toto ablehnen möchte. man sollte  jedoch die gesamte entwicklung chinas in den letzten jahren beobachten. dabei sind neben der wirtschaftlichen entwicklung durchaus auch politische entwicklungen in richtung mehr pffenheit gegenüber früher zu beobachten.

natürlich muss jeder selbst entscheiden, ob er nach china reist und wie er zu dessen regierung steht, doch ein boykott verhärtet wahrscheinlich nur die politischen fronten und führt nicht zu mehr demokratie. diese position gilt sicher nicht immer  und auch nicht unbedingt für jeden staat, doch ich glaube, dasss auch die kontakte zwischen westdeutschen und ddr-bürgern durchaus  zu wichtigen informationen für diese geführt haben, wodurch auch eine regierungskritische bewegung entstand, die schließlich sogar zum sturz der ddr-machthaber führte.

vielleicht  genießen wir  die olympischen spiele  der  nächsten tage, wen man sich  für  sport interssiert und  hoffentlich ohne  dopingfälle!!

 

 

mit  reisefreudigen grüßen

 

lauresham  (  jürgen)

Geschrieben: 04.08.08, 10:14 Uhr

Foto von anemone

anemone Level 6

Beiträge: 1282

politische Meinung

Ich habe schon öfters gepostet dass ich die Politik Chinas nicht mag, auch nicht befürworten kann.
China befindet sich im wirtschaftlichen Aufschwung, und davon profitieren alle Länder, auch wir, das da<rf man nicht vergessen.
Die Offenheit ist nicht etwas was vorfgeschrieben wird, und, es ist nicht sehr realistisch zu erwarten , dass so etwas schnell erfolgt, auch wenn das erlaubt wäre....
Weil die Menschliche Entwsicklung eben eine langsame ist, weil Veränderungen nur zögerlich akkzeptiert werden....
Und die sogenannte Öffnung vor dxer Olympiade war auch nur relativ...weil alles relativ ist, wir messen aber immer mit unseren Massstäbe!
Tibet ist ganz anders, das begreift man wenn man dort war. China will Tibet "zivilisieren", wobei Tibet nicht zivilisiert gebört, es hat nur eine andere, ganz andere Art der  Zivilisation.Ich hatte scdhon stundenlange Diskussionen darüber mit Chinesen und mit Tibeter.
Das Problem existiert aber in anderen Länder auch...
Ich bin auch nicht für die Boikotierung der Olympia<de, man soll die Dinge auseinander halten...sonst schüttet man das Kind mit dem Badewasser aus....
Lieben Gruß
Simona

Geschrieben: 04.08.08, 11:31 Uhr

Foto von opi1

opi1 Level 3

Beiträge: 53

Tibet- Teil Chinas

Hallo Ulli-Team,

In Tibet regierte viele Jahrhunderte der Dai(?) Lama als religiöses und staatliches Oberhaupt über 60% Analphabeten in Tibet. Mit dem Kommunismus sollte dies vorbei sein und er sollte nur noch religiöses Oberhaupt sein, das schmeckte der oberen Kaste überhaupt nicht und so kam es zum Krieg an dessen Ende der D.L. das Land verließ in Richtung Nepal. Trotz Bildungsintensive der Chinesen unter den Tibetanern ist das Analphabetentum weiterhin weit verbreitet, da das Land sehr schwer zugänglich ist.

Die olympiade sollte nun genutzt werden, um besonders die westliche Öffentlichkeit gegen China einzustimmen und so vielleicht die alten Zustände wieder einzuführen, doch das konnte bei dieser chinesischen Führung nicht klappen.

Zur Info! Wenn ein Europäer die Große Mauer begeht, kommt es immer noch vor, dass er von Chinesen angesprochen wird, die gern ein gemeinsames Foto mit ihm hätten. Daran erkennt man gut, wie die Europäer trotz TV immer noch wie Exoten angesehen werden!

.

Geschrieben: 12.08.08, 15:12 Uhr

Foto von anemone

anemone Level 6

Beiträge: 1282

Hallo Opi1

Das ist eine China und keine Tibetgruppe aber trotzdem, kommt man an Tibet nicht vorbei wenn man von China spricht.
Das was du über Dalai Lama sagst , ist die chinesische Version , das habe ich auch von meinem chinesischen Reiseführer gehört. Von dem tibetischen Reiseführer hörte ich eine andere, für mich plausibler Version. China, als kommunistisches Land, wo die Religionen prinzipiell verpönnt sind, hat unmöglich die religiose Führung in Tibet akzeptieren können!
Und, die Geschichte mit der Zivilisierung Tibets hat auch so ihre Schwachpunkte. Weil Tibet nicht un-zivilisiert sondern anders-zivilisiert ist, weil Tibet einen starken spirituellen Bachground hat, den vielen von uns nicht kapieren können.
 Die Ruhe der Tibeter, die mit der Reflexion und die Kehrung nach Innen was zu tun hat, steht in Kontrast mit de chinesischen Emsigkeit und mit dem Leistungsdruck der dort besteht.
Es ist mir klar dass die Chinesen viel nachzuholen haben, die Jahren der Kulturrevolution wo man die Lesen- und Schreibkenntnise nur für die Mao Bibel anwenden dürfte.....wo man nur in Mao Look herumlaufen dürfte....
Und, wenn ich unsere Entwicklung sehe, wo wir den Leistungsdruck schon sehr lange unterlegen sind, mit allen seine Folgen und wo immer mehr den Wunsch nach Ruhe und Meditation hoch kommt.....dann frage ich mich wo China in ein paar Jahre sein wird.
Wir sind in China Exoten, und das nicht nur weil wir anders ausschauen. Aber, wir denken auch anders......

Geschrieben: 12.08.08, 15:30 Uhr

Foto von opi1

opi1 Level 3

Beiträge: 53

Tolle Ansichten!

Hallo Anemone,

es ist schade, dass ich Deinen Beitrag nicht sehen, so bleibt mir nur aus dem Steggreif zu schreiben und dies fällt mir bei Dir sehr schwer, da Deine Antwort sehr ideologisch mit dem Blick aus der Zeit des Kalten Krieges verfasst war, so ist es bei mir angekommen, tut mir schon jetzt Leid wenn dem nicht nso ist! 

1. In China hat man mit Sicherheit viel mehr in der Schule gelernt, als nur die Mao-Bibel zu lesen, das ist hohler Quatsch! Schau auf die Leistungen der Chinesen! Ich nehme als Beispiel nur die Zugverbindung nach Tibet in einer Höhe von über 5000 m mit unheimlich vielen Schwierigkeiten, die dort technologisch zu bewältigen waren.

2. Die Lebensphilosophie der Chinesen ist "Harmonie", nicht nur auf den Toiletten! 

3. was Du über die Religionsfreiheit schreibst, zeigt das Du wieder keine Ahnung hast!

Auch in der kommunistischen DDR war Religionsfreiheit in der Verfassung verankert und nur deshalb konnte die friedliche Revolution aus den Kirchen heraus starten.Man sollte sich zuerst mit der eigenen Geschichte besser vertraut machen, bevor man über andere Länder urteilt!

In China gibt es mehrere große Religionen!  Sie alle werden vom Staat geduldet und teils materiell unterstützt. Auf meinen Fotos kannst Du u.a. eine Zeremonie verfolgen!

4. Es ist logisch, dass ein tibetischer Reiseführer teils andere Ansichten vertritt, doch Tibet gehört unzweifelhaft schon viele Jahrhunderte zu China und dies wird vom Dalai Lama auch nicht in Zweifel gezogen. Ic h glaube jedoch nicht, dass der tibetische Reiseführer wirklich gravierendes anderes gesagt hat, denn er ist im kommunistischen China und dann ist ruckzuck seine Zulassung als Reiseführer futsch und wer möchte schon auf das schöne Geld verzichten!  Kennt man doch, steht doch in der BRD ganz oben an "wessen Brot ich esse- dessen Lied ich singe!" Oder?

Damit will ich schließen und werde mich mit Dir auch in kein weiteres Gespräch einlassen!

Opi

.

Geschrieben: 14.08.08, 17:42 Uhr

Foto von anemone

anemone Level 6

Beiträge: 1282

Ich denk mir.....

...es darf jede(r) seine Ansichten haben ,oder? Denken ist doch frei! Und, wenn man darüber nicht diskutieren möchte, ist für mich auch ok!
Vielleicht, zwecks Information: http://www.avaaz.org/de/handshake/97.php?cl _tf_sign=1
!Lieben Gruß, Simona

Geschrieben: 14.08.08, 19:44 Uhr

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