Plünderung antiker Stätten
Heute in t-online gelesen:
Die türkischen Behörden tun einem Fernsehbericht zufolge zu wenig, um antike Städte vor Plünderern zu schützen. In Knidos, einer 2600 Jahre alten Ruinenstadt im Südwesten der Türkei, seien innerhalb von nur zwei Wochen acht Verdächtige bei dem Versuch festgenommen worden, antike Kunstschätze zu stehlen. Das berichtete der Nachrichtensender CNN-Türk.
Nach Angaben des Vorsitzenden eines örtlichen Geschichtsvereins, Akin Pilavci, erleichtert die unzureichende Überwachung in Knidos den kriminellen Schatzsuchern die Arbeit.
Im Winter nur zwei Wächter
Die abgelegen an der Spitze der Datca-Halbinsel gelegene antike Stadt werde nur in den Sommermonaten angemessen von der Gendarmerie beschützt, die in ländlichen Teilen der Türkei die Polizeiaufgaben erfüllt, sagte Pilavici dem Fernsehsender. In der kalten Jahreshälfte dagegen gebe es nur zwei Wächter. Das reiche nicht aus, um Plünderer von der weitläufigen Anlage fernzuhalten. Mehr Wachpersonal und Überwachungskameras seien nötig. Der nächste Gendarmerie-Posten ist rund elf Kilometer von Knidos entfernt.
Funde in zahlreichen Museen aufgetaucht
Laut Pilavci mussten türkische Archäologen ihre Grabungen in Knidos wegen Geldmangels einstellen. Funde aus der Stadt, die in der Antike unter anderem für ihre Aphrodite-Statue berühmt war, seien in der Vergangenheit in zahlreichen Museen im Ausland aufgetaucht, sagte er. Auf türkischem Gebiet befinden sich die Reste von mehreren hundert antiken Siedlungen, darunter Troja und Ephesus.
Das untermauert doch wirklich unsere Besorgnis zum aktuellen Thema! Gruß Lars
Geschrieben: 30.03.10, 19:58 Uhr
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