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Thema "Plünderung antiker Stätten"

Erstellt: 08.02.10, 14:50 Uhr von ullicommunity

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Foto von ullicommunity

ullicomm.. Level 5

Beiträge: 1936

Plünderung antiker Stätten

In der Türkei werden auf Grund unzureichender Bewachung, vor allem in den Wintermonaten, immer wieder antike Stätten geplündert. CNN-Türk berichtete in einem speziellen Fall über die Stadt Knidos, einer 2600 Jahre alten Ruinenstadt im Südwesten der Türkei, wo innerhalb von zwei Wochen 8 Diebe bei dem Versuch, Statuen u.ä. aus Knidos zu entwenden, von der örtlichen Polizei festgenommen worden sind.
In der Vergangenheit sind immer wieder Stücke aus antiken Stätten in ausländischen Museen/Sammlungen aufgetaucht, die nur über illegale Wege außer Landes geschafft worden sein können. In der weitläufigen Anlage von Knidos haben in den Wintermonaten nur zwei Wachmänner Dienst, in der Saison stehen zusätzlich Polizisten zur Verfügung. Eigentlich wäre eine Überwachung mit Videokameras nötig. 

Gut, in anderen Ländern wird sicher auch geplündert, aber das dies in der Türkei so ein gravierendes Problem ist, war mir nicht bewußt.
Viele Grüße,
Ulli

Geschrieben: 08.02.10, 14:50 Uhr

Foto von ingekoenig

ingekoenig Level 1

Beiträge: 77

Plünderung antiker Stätten

Liebe Ulli, das ist wirklich schrecklich, dass es Menschen gibt, die in ihrem eigenen Land Kulturgüter entwenden, um sie anschließend im Ausland für teures Geld zu verkaufen. Ich kenne Knidos. Das Gelände ist tatsächlich schlecht gesichert.

Liebe Grüße, Deine Inge.

Geschrieben: 11.02.10, 11:36 Uhr

Foto von Ypsilon

Ypsilon Level 2

Beiträge: 46

Plünderung antiker Stätten

Geld verdirbt halt den Charakter!
Ich bin viel beruflich in der Türkei und wundere mich stets, wie lasch die alten
Ausgrabungen gesichert sind.
Wer klauen will, findet immer einen Weg und die oft gescholtene türkische Polizei
ist einfach überlastet.
Meine Meinung - LG Lars

Geschrieben: 27.02.10, 18:54 Uhr

Foto von tricci

tricci Level 2

Beiträge: 264

Plünderung antiker Stätten

Hallo Lars,
den selben Eindruck habe ich auch schon bekommen.
Auf einem Ausflug ins Manavgater Hinterland (zu dem wir uns von einem einheimischen Taxifahrer überreden ließen) wurden wir in ein kleines Waldstück geführt.(jetzt bitte nicht auf falsche Gedanken kommen...)
Auf einmal standen wir vor den Ruinen einer alten Siedlung. Ein Großteil der Häuser waren noch erhalten aber leider von Pflanzen fast komplett überwuchert. Wir hatten das Gefühl, selbst Forscher und Entdecker zu sein. Für die Kinder ein einmaliges Erlebnis. Vor allem als sie auf einmal ein verstecktes Amphietheater fanden...
Auf unsere Frage, warum solche versteckte Orte nicht freigelgt und entsprechend ausgegraben werde, erklärte unser Reiseführer, dass einfach zu wenig Geld für solche Kulturstätten zur Verfügung stünden. 
Wirklich Schade...

Geschrieben: 19.03.10, 15:16 Uhr

Foto von Ypsilon

Ypsilon Level 2

Beiträge: 46

Plünderung antiker Stätten

Heute in t-online gelesen:

Die türkischen Behörden tun einem Fernsehbericht zufolge zu wenig, um antike Städte vor Plünderern zu schützen. In Knidos, einer 2600 Jahre alten Ruinenstadt im Südwesten der Türkei, seien innerhalb von nur zwei Wochen acht Verdächtige bei dem Versuch festgenommen worden, antike Kunstschätze zu stehlen. Das berichtete der Nachrichtensender CNN-Türk.
Nach Angaben des Vorsitzenden eines örtlichen Geschichtsvereins, Akin Pilavci, erleichtert die unzureichende Überwachung in Knidos den kriminellen Schatzsuchern die Arbeit.
Im Winter nur zwei Wächter
Die abgelegen an der Spitze der Datca-Halbinsel gelegene antike Stadt werde nur in den Sommermonaten angemessen von der Gendarmerie beschützt, die in ländlichen Teilen der Türkei die Polizeiaufgaben erfüllt, sagte Pilavici dem Fernsehsender. In der kalten Jahreshälfte dagegen gebe es nur zwei Wächter. Das reiche nicht aus, um Plünderer von der weitläufigen Anlage fernzuhalten. Mehr Wachpersonal und Überwachungskameras seien nötig. Der nächste Gendarmerie-Posten ist rund elf Kilometer von Knidos entfernt.
Funde in zahlreichen Museen aufgetaucht
Laut Pilavci mussten türkische Archäologen ihre Grabungen in Knidos wegen Geldmangels einstellen. Funde aus der Stadt, die in der Antike unter anderem für ihre Aphrodite-Statue berühmt war, seien in der Vergangenheit in zahlreichen Museen im Ausland aufgetaucht, sagte er. Auf türkischem Gebiet befinden sich die Reste von mehreren hundert antiken Siedlungen, darunter Troja und Ephesus.

Das untermauert doch wirklich unsere Besorgnis zum aktuellen Thema! Gruß Lars


Geschrieben: 30.03.10, 19:58 Uhr

Foto von ingekoenig

ingekoenig Level 1

Beiträge: 77

Plünderung antiker Stätten

Es ist eine Schande, dass ein touristisch orientiertes land wie die Türkei zu wenig Geld in die Sicherung antiker Stätten investiert. Denn viele Touristen kommen gerade wegen der Kulturschätze und eben nicht nur weil es günstig ist.

Liebe Grüße, Eure Inge.

Geschrieben: 06.04.10, 15:16 Uhr

Foto von Typograf

Typograf Level 2

Beiträge: 133

Plünderung antiker Stätten

bluebella - dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen!
Dennoch sollte der türkische Staat - er will doch in die EU - seine kulturellen
Schätze besser bewahren und schützen!
Es geht sicher nicht um ein paar Ruinen, die überwiegend aus griechischer Epoche
stammen - oder gibt es da gewisse Untertöne?
In der Umgebung gibt es Hunderte von armen Landarbeitern - für ein paar Lira würden
die bestimmt einen Wachtposten übernehmen - nur keiner spricht sie an.

Geschrieben: 01.05.10, 20:08 Uhr

Foto von Gast

Gast

Plünderung antiker Stätten

Es ist eine Schande, dass ein touristisch orientiertes land wie die Türkei zu wenig Geld in die Sicherung antiker Stätten investiert. 

Bist du dir eigentlich darüber im Klaren, wie viele antike Stätten es in der Türkei gibt?

Nicht nur die großen und bekannten, sondern auch die kleinen, unbekannten Stätten?

Na, die sichere mal alle. Das kann kein Mensch bezahlen!

Für ein paar Lira ist da auch nichts drin, sondern da muss ein Mindestlohn mit Sozialabgaben gezahlt werden.

Geschrieben: 18.04.11, 17:00 Uhr

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