Am "Times Square" in New York (Knotenpunkt der Welt)
Keiner käme auf den Gedanken, die "Reeperbahn" zum Zentrum von Hamburg zu erklären oder "Place Pigalle" zum Symbol von Paris. "Times Square" indessen, diesen beiden vorgenannten Stätten nicht ganz unähnlich, gilt weithin mit New York identisch, wenngleich gewiß nicht als sein bester Teil. Alles, was abstößt an New York, scheint hier gesammelt: Vulgarität und Dreck, Laster, Chaos, Lieblosigkeit und schiere Menschenmassen. Viel Lärm kommt noch dazu! Dies ist das Zentrum von Manhattan. Die Kraftgebärde und die nervöse Hast von New York sind hier zu spüren; von seiner Ruhe, Gelassenheit und Größe vermittelt "Times Square" wenig.
Fast alles, was sich über "Times Square" sagen lässt, ist negativ! Es beginnt damit, daß dies, entgegen seinem Namen, kein "Platz" ist, sondrn eine langgezogene Straßenkreuzung, geformt wie eine Sanduhr. Bevor der Turmbau der "New York Times" diesem Gelände seinen Namen gab, hieß es "Longacre Square". Damals, mit der Einweihung des neuen Hauptquartiers der "Times" am Silvesterabend 1904, begann das Riesenfeuerwerk, das Funkeln , Blitzen, Lichterzucken, das seither allnächtlich über den "Times Square" glitzert. Seit jenem Silvesterabend von 1904 ist der "Times Square" der Platz geworden, auf dem die New Yorker und viele Zugereiste ( auch Touristen aus aller Welt) den neuen Anfang begrüßen. Wenn in den letzten Sekunden des alten Jahres, ein erleuchteter Ball vom Mast des "Times Turms" niedersinkt, dann wird mit Brüllen, Tuten, Trommeln der Jahreswechsel gefeiert. Minuten später strömt die Menge auseinander, liegt der Platz ziemlich verlassen da. Dies ist kein Ort zum Bummeln oder Vrweilen. Man versammelt sich am "Times Square", um einem Massengefühl Ausdruck zu geben. Ist das gescheehn, so geht man wieer auseinander. Basta! So strömte man hierher, um das Ende des Krieges zu feiern, ein Ereignis, von dem die rollende Leuchtschrift um den "Times Turm" kündete. Seit einigen Jahren gibt es kein laufenden Nachrichtenband mehr, die kühle Fassade ist nur noch Hintergrund für Lichtreklamen , wie z.B. das alles beherrschende Transparent von "Coca Cola".
Es ist geplant, den "Times Square" umzugestalten und ihn "schöner ??? " zu machen. Ein langfristiger Entwicklungsplan faßt ein Panorama aus Büros, Ausstellungshalle, renovierten Theatern und Luxushotel ins Auge. Den "Times Turm" will man mit Büro-Hochhäusern umringen, die Theaterhäuser an der "42. Straße", in denen jetzt vornehmlich Porno-Filme laufen., sollen ihre alten Fassaden und ihre ehemalige Funktion zurückerhalten.
Bis das so weit ist, wird aber noch viel Wasser den Hudson hinunterfliessen! Gesehen aber, in all seiner "Pracht" und seinem Verfall sollte man den "Times Square" aber unbedingt. Ein Tipp: Hier gbt es oft noch Restkarten für berühmte Theateraufführungen und Musicals, auch oft dann noch, wenn eigentlich diese Vorstellungen als ausverkauft gelten. Etwas geht immer und "Last minute" gekauft, sind die Karten auch oft nicht mehr ganz so teuer, denn Theatertickets sind nun mal "leicht verderbliche Ware"! Ehe die Sitze ganz leer bleiben, werden sie oft stark ermäßigt verkauft, das ist schon mal positiv!!
Geschrieben: 04.10.09, 11:32 Uhr
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