Müllfischen in Rio
Rio- das ist Samba, weiße Strände und Zuckerhut-ein Traumreiseziel der Brasilienurlauber.
Doch Rio hat auch ein anderes Gesicht, denn die Stadt nutzt das Meer als Müllkippe. Das könnte der Stadt in den nächsten Jahrzehnten so langsam zum Verhängnis werden.
Wer an den Stränden von Rio ins Wasser gehen möchte, wird feststellen, dass im Wasser unzählige Mülltüten, Plastik und Abfall schwimmt.
Die Fischer, die früher mit dem Fischfang ihren Lebensunterhalt verdienen konnten fischen heute Tag für Tag mehr Müll und immer weniger Fische aus dem Wasser. Dass ein großer Teil der Abwässer ungeklärt in die traumhaften Buchten der Metropole fließt, weiß keiner der Touristen. Selbst Autoreifen, Kühlschränke und sogar Autos landen im Wasser. Die Fische werden vergiftet und sterben…
Inzwischen wurde das Projekt ‚saubere Bucht’ ins Leben gerufen. Es soll die Einwohner Rio`s auf die massive Verschmutzung ihrer Bucht aufmerksam machen.
Die Fischer, die sonst zum fischen aufs Meer fahren, legen nun Tag für Tag abwechseln zum Müllsammeln ab und bringen täglich 15 Tonnen Abfall zurück. Immerhin ein Anfang. Schade nur, dass in einigen Gemeinden die eingesammelten Tüten nicht einmal entsorgt werden. Ansonsten landen die Gesammelten Müllberge in einer Küstennahen Müllverbrennungsanlage.
Rio mal in einem anderen Licht- sollte Müllfischen bald als einzigartiges Touristenprogramm angeboten werden?
Viele Grüße
Ulli
Geschrieben: 08.07.09, 11:27 Uhr
|