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Thema "Südindien"

Erstellt: 03.06.09, 16:15 Uhr von uschi66

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uschi66 Level 2

Beiträge: 10

Südindien

Die Welt ist wie ein Buch mit vielen, bunten Bildern, wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.

Die Entscheidung in den Genuss wirklicher Lebenserfahrung in einem der aufregendsten Länder der Welt zu gelangen, fiel uns erstaunlich leicht, noch nie waren wir in Indien. Vieles habe ich schon über Indien gelesen und mit vielen Leuten darüber geredet. Doch jeder schreibt oder erzählt etwas anderes. In einem sind sich jedoch alle einig: Diesen riesigen Subkontinent Indien, sei es auf positive oder negative Art, als etwas Besonderes, als etwas Impulsives zu empfinden, das nicht wirklich zu beschreiben ist.
Nach allem, was ich bisher über dieses Land gelesen und gehört habe, denke ich, dass Indien ein Abenteuer ist, von dem unsere Welt wohl nicht mehr viele zu bieten hat. Und Indien ist wohl auch ein Land für Abenteurer. Geprägt durch uralte Kultur, Traditionen, Mythen und tief religiöse Menschen sieht man in Indien Dinge, die keinem anderen Land der Erde auch nur annähernd ähneln. Indien ist auch mehr als Bollywood, Gurus und Elefanten. Der Subkontinent ist so vielfältig wie kaum ein anderes Land der Erde. Zugleich ist es aber auch ein Land der krassen Gegensätze.
Mit dem über 9-fachen Umfang Deutschlands und über 1 Milliarde Menschen ist Indien faszinierend und verwirrend zugleich. Die Vielfalt der Religionen und Rassen spiegelt sich in allen Lebensbereichen der Sprache, Kunst, Literatur, Musik und Kultur wieder. Sie hautnah zu erleben ist ein unvergessliches Erlebnis. Damit hoffe ich, dass ich die oft skeptisch gestellte Frage „Warum Indien?“ hinreichend beantwortet habe. Jedenfalls bin ich gespannt, ob sich unsere Erwartungen bestätigen werden!

Doch zuerst einige grundlegende Einsichten in die indische Mentalität: Indien - ein Universum ohne Anfang und Ende, mit Wertvorstellungen, die uns Europäer erstaunen. Die Unveränderlichkeit wird als der einzige Wert erachtet, so wie die Dinge sind, so werden sie auch bleiben. Nun ja, das sieht man allerorts, Häuser sind in desolatem Zustand, die Abfälle sind omnipräsent. Da alles Irdische vergänglich ist, lässt man es, ohne mit der Wimper zu zucken, verkommen. Deshalb stört es auch niemand, wenn mal der Putz abbröckelt oder ein riesiges Loch im Dach ist.
In Indien ist alles Glaube, alles durch den Glauben bedingt, nichts ohne Grund, ohne Sinn und Zusammenhang. Das Leben, oder besser die verschiedenen Leben eines jeden sind vorbestimmt, der Ablauf ist festgelegt und kann nur durch eigenes Verhalten verbessert werden.
Doch wie soll ein dahin vegetierender Bettler oder eine am existentiellen Rand lebende Sippe ihr Verhalten oder auch sonst irgendetwas an ihrem erbärmlichen Leben ändern. Aber man kann ja noch von Glück reden, wenn man das nächste Leben nicht als verwahrloster Hund oder halbverhungerte Kuh verbringen muss. Im Land der vielen Götter ist der hinduistische Glaube mit seiner 3000 Jahre alten Tradition in den Menschen tief verwurzelt. Unbegreiflich diese Werte, dieser kompromisslose Glauben. Hier geht es allein um die Rettung der Hinduseele, aus der Tyrannei, dem ewigen Kreislauf der Wiedergeburt.
Unser abendländischer Blick kapituliert vor diesem seltsamen Spektakel der Religiosität. Alle mitgebrachten Denkraster versagen angesichts dieser bizzaren Vorstellungen. Bei Prozessionen malträtiert ein kakofoner Lärm aus Trommeln, Susafonen und. Schellen alle Sinne. Die Armaturenbretter der Autos, Lkws und Busse gleichen Schreinen und Altären, geschmückt mit Plastikgottheiten, umkränzt von blinkenden Lichtern, wie ein Kirmeskarussel.
Kein Mensch verlässt Indien so, wie er hierher kam. Und man reist auch nicht so einfach nach Indien, steigt ins Flugzeug, landet, steigt aus und ist voll in der Urlaubswelt. Im Mythos Indien muss man mit der Seele und mit dem Herzen ankommen. Dies dauert einige Tage und es dauert auch eine Weile, bei der Rückkehr wieder im alten Leben anzukommen. Mehr Infos unter www.reiseautoren-bikerfreaks.de /News+Infos


Geschrieben: 03.06.09, 16:15 Uhr

Foto von nixxon

nixxon Level 1

Beiträge: 239

Südindien

Südindien gehört zu meinen zukünftigen Projekten. ich war bisher nur im Nordosten und in Goa. Der Süden soll ganz anders sein.
Mal sehen, wann eine Reise dorthin klappt...
Nikzen

Geschrieben: 04.06.09, 12:44 Uhr

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daniel24 Level 1

Beiträge: 89

Südindien

Mich würden vor allem die Andamanen interessieren. Kennt sich hier jemand aus? Was lohnt sich außerdem in Südindien anzusehen und zu welcher Jahreszeit reist man am besten?

Geschrieben: 09.06.09, 16:20 Uhr

Foto von jakob75

jakob75 Level 1

Beiträge: 145

Südindien

Ich habe vor einigen Jahren einen Teil des südlichen Indiens bereist. Die beste Reisezeit ist von Ende November bis Anfang Mai, wobei die meisten Touristen im Dezember und Januar kommen. Wenn man etwas mehr Ruhe bevorzugt, sollte man erst ab Februar reisen.
Zu sehen gibt es in Südindien jede Menge:
Tempel über Tempel in Tamil Nadu, Mahabalipuram, Thanjauur und Madurai. Außerdem den Maharadja-Palast von Mysore. Zum entspannen laden die Strände um Koualan und die Kerala Backwaters ein.
Gute Infos findet man im Lonely Planet für Südindien.

Geschrieben: 11.06.09, 15:58 Uhr

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