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Thema "S-Bahn in Berlin"

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Erstellt: 10.12.08, 17:04 Uhr von ullicommunity

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ullicomm.. Level 5

Beiträge: 1937

S-Bahn in Berlin

Ich war noch nicht oft in Berlin, aber jedes Mal hatte ich Probleme mich im Streckennetz der Berliner S-Bahn zurecht zufinden.
Baustellen und Schienenersatzverkehr, keine Ansprechpartner bei Fragen und vor allem wo fährt meine Anschlußbahn jetzt wieder ab? 

Welche Erfahrungen habt ihr mit der Berliner S-Bahn gemacht?
Gibt es irgendwelche Tricks, wie man sich besser zurechtfinden kann?

Viele Grüße
Ulli

Geschrieben: 10.12.08, 17:04 Uhr

Foto von okris

okris Level 2

Beiträge: 226

unfeundliches Personal

 Ich verzichte gerne auf die S-Bahn in Berlin. Man kauft am Schalter eine Fahrkarte und hat dann noch eine Frage dazu und damit ist man schon ein Störenfried. Datum zeit stehen ja drauf und am Eingang zum Bahnsteig ist kein Automat zum Entwerten also rein in den Zug. Hatte ja gefragt ob ich gleich mit der Karte fahren kann. Denkste Kontrolle und hät ich entwerten müssen. Auf die Frage wo nur die Antwort na uf dem Bahnsteig neben den Fahrkartenautomaten. Hab dann nocmal geschaut wo die Entwerter sind. Klar dierekt neben den Automaten aber wenn man die Treppe zum Bahnsteig runter geht sind die nicht zu sehen. Tja war mit dem Bußgeld nicht einverstanden und damit wie ichvon den Kontrollören angesprochen wurde. Ich will mich auf kosten der Zahlenden Fahrgäste bereichern, ich soll ein Schmarozer sein. Auf eine Schriftliche Beschwerde wurde zwar das Bußgeld zurückgenommen aber das war auch meine letzte Fahrt mit der S-Bahn. 

Geschrieben: 10.12.08, 21:37 Uhr

Foto von colmena

colmena Level 2

Beiträge: 3

Berlin

 Hauptstadt-Neider aus der Provinz

Geschrieben: 10.12.08, 21:46 Uhr

Foto von lePierre

lePierre Level 2

Beiträge: 3

U - S - Bahn Berlin

Ja am besten man lässt sich einen kleinen Plan über das Streckennetz Berlins beim Informations oder Kassenschalter geben. Damit hat man schon mal den ersten Überblick zu jeder Zeit egal wo. Ist eigentlich gar nicht so schwer, wenn man in anderen städten auch schon mit U oder S Bahn gefahren ist. Das prinzip ist immer gleich, doch schaut es nur verwirrter aus weil das Streckennetz größer ist. Am besten man orientiert sich immer am Berliner Ring, hier fahren gleichzeitig mehrere Linien. Ist eigentlich nicht so schwer wie viele Denken, einfach immer ruhe bewahren und sich schon mit Hilfe seines Plans informieren wo ich als nächstes Umsteigen/Aussteigen muss.
Problem Baustellen ist immer so eine Sache, erst recht bei Ersatzverkehr, hatte ich auch schon oft genug in Berlin erlebt, man sollte gut aufpassen wenn schon eine durchsage im Zug erfolgt wo man hin bzw. Umsteigen soll. Dann gibt es normaler weise Ausschilderungen wo man hin laufen soll an der jeweiligen letzten Station vor der Baustelle oder Sperrung.
Zur not erkundigt sich man bei den Berlinern selbst, die kennen sich ja aus und sind meistens auch sehr freundlich. Man trifft oft immer einen an, der Helfen kann.
Also ich selbst hatte noch nie Probleme gehabt bei solchen situationen.

Geschrieben: 10.12.08, 23:42 Uhr

Foto von holweg

holweg Level 1

Beiträge: 2

@Berlin

Ganz tolle Antwort, war bestimmt das was man sich unter dem "netten und freundlichen Berlner" vorstellt.
Sehr hilfreich !

Geschrieben: 11.12.08, 06:04 Uhr

Foto von tassilo

tassilo Level 1

Beiträge: 54

"Kontrollettis"

In Berlin ist das etwas kompliziert da die U Bahn BVG ist und die S Bahn zur DB gehört. Die Kontrollen machen die aber nicht selbst sondern Fremdfirmen, und deren Mitarbeiter sind, mit verlaub gesagt, das letzte. Am besten fragt man bei problemen einen "Mitwartenden" denn der langweilt sich und hat dadurch Zeit und Lust den "Born seiner Weisheit" sprudeln zu lassen! Ich weis wovon ich rede, ich bin Berliner                                                      Tassilo

Geschrieben: 11.12.08, 09:57 Uhr

Foto von hellas

hellas Level 3

Beiträge: 459

S-Bahn

Ach Leute war das damals in Westberlin schön - da gab es die DDR-S-Bahn und die
BVG. Die S-Bahn hatte eine eigene Bahnpolizei, alles Personen aus der DDR.
Die BVG hatte eigene Kontrolleure, alles Personen aus West-Berlin.
Die DDR-Bahnpolizisten kamen gegen 2.00 Uhr auf alle S-Bahnhöfe, ihr Hauptquartier
war der Bahnhof Zoo, alle in Uniform, blau, alles eingeschworene SED-Mitglieder, es galt
ja den Staatsfeind im Westen zu kontrollieren. Sie hatten überwiegend eine militärische
Ausbildung und wußten genau, wo der Staatsfeind sich eine freie Fahrt erschwindeln
wollte.
Die BVG-Kontrolleure mußten sich im Gedränge nach Schwarzfahrern umsehen,
trauten sich überwiegend kaum einzugreifen. Nur auf abgelegenen Bahnstationen
wurden sie massiv und aggresiv - waren ja nur arme angestellte Schweinchen.
Am liebsten waren ihnen (BVG) ältere Menschen, Kinder und natürlich Betrunkene -
die konnten sich am wenigsten wehren.
Ich muß heute, nach über 30 Jahren in West-Berlin sagen, das sicherste Verkehrsmittel
war damals die S-Bahn - sie wurde permanent überwacht, mit Radaubrüdern wurde
kein langes Gelaber gemacht - Ordnungsstrafe in D-Mark und Ruhe.
Die BVG mußte enorme Summen in die Sicherheit stecken, doch Randale und
böswillige Zerstörung hatte damit nie ein Ende.
So ist es leider auch noch jetzt - mein Bruder war bei der S-Bahn und wechselte zur
BVG - sein Sicherheitsstandard ist gleich "NULL"

Geschrieben: 11.12.08, 21:45 Uhr

Foto von Mirjam

Mirjam Level 2

Beiträge: 321

BVG in Berlin

Obwohl ich z.Zt. in Istanbul weile, kann ich nicht umhin, mich zu meiner Heimatstadt Berlin zu äußern, insbesondere, wenn ich korrigierende Kommentare zu Statements abgeben möchte, die meinen Widerspruch heraus gefordert haben. Oh je, Hellas, Du wünschst Dir doch hoffentlich nicht wirklich die alte DDR oder Ost-Berlin unter diesem Unrechts-Regime zurück ?! In lebhafter und äußerst unangenehmer Erinnerung sind mir da noch die Kontrollen der VoPos in der S-Bahn, wenn ich - aus Onkel-Toms-Hütte/Zehlendorf kommend - meine Verwandten in Karlshorst oder in Erkner besuchen wollte. Die waren mitnichten freundlich, sondern menschenverachtend, diskriminierend und gaben einem das Gefühl, ein "Verbrecher" zu sein. Wehren konnte man sich nicht, sondern musste alles schweigend erdulden, um nicht noch größeren Schikanen ausgesetzt zu werden. Nicht immer konnte ich meinen Mund halten, wurde dann aber durch stundenlanges Festhalten und blödsinnige Fragen, die an "Verhöre" gemahnten, genervt.
An sich ist unser U- und S-Bahnnetz, sind unsere Bussen und Straßenbahnen kreuz und quer durch ganz Berlin inklusive nahes Umland wirklich so gut, dass man überall hinkommt und alles leicht zu erreichen ist.  Überall hängen Pläne aus - auf den Bahnhöfen und in den Verkehrsmitteln, so dass man sich gut informieren und orientieren kann; Lesen sollte man natürlich können!
Außerdem gibt es auf fast allen Bahnhöfen Info - und SOS-Notfallsäulen, durch die man kostenlos, schnell und unproblematisch persönliche Hilfstellung anfordern kann, die einem dann vor Ort in persönlichem Kontakt und Ansage gewährt wird. Zudem sind auf vielen Bahnhöfen Sicherheitsleute und Polizisten unterwegs, die auf eventuelle Randalierer o.ä.
abschreckend wirken und harmlosen Reisenden, ein Gefühl des Schutzes vermitteln. Tja, die "Schnoddrigkeit" der Berliner inklusive des BVG-Personals ist natürlich manchmal etwas abschreckend; eben "Schnauze mit Herz". Aber auf freundliche Beharrlichkeit wird zumeist dann doch entsprechend auskunfstwillig reagiert! Fahrpläne inklusive Streckennetz bekommt man bei der BVG kostenlos; und im Internet kann man sowieso alles finden, was man sucht!
Tja, von Bahnbeamten besetzte Fahrkarten- und Auskunftsschalter sind zugegebenermaßen rar gesät - z.B.am Wittenbergplatz. Da wird leider überall gespart, und Apparaturen und Infotafeln ersetzen heutzutage den menschlichen Kontakt. Das finde ich auch bedauerlich, ist aber aus Kostengründen nachvollziehbar. Ich jedenfalls lasse als echtes Berlin Kindl nichts auf meine Stadt und ihre Bewohner kommen. Bin überwiegend auch mit der BVG/BVB zufrieden.
Die DDR wünsche ich mir jedenfalls auf keinen Fall zurück; daran fand ich persönlich nichts gut - im Gegenteil! Ich bin froh, dass die Mauer gefallen ist und dieser Unrechtsstaat unter gegangen ist! Mirjam

Geschrieben: 06.02.09, 17:47 Uhr

Foto von hellas

hellas Level 3

Beiträge: 459

keinen Rückschritt!

Oh je Mirjam, das wäre doch wohl das Letzte, was ich mir wünschen würde!
Es ging einfach nur darum, dass "damals" die Kompetenzen klar gegliedert waren
und wahrscheinlich die "Angriffslust" einiger Fahrgäste nicht so stark war.
Rüpel gab und gibt es immer, doch in den Jahren von 1963-1983 war das
"Sicherheitsgefühl" in allen Verkehrsbetrieben einfach besser.
Was aber nicht an der Teilung Berlins liegen mußte?
Übrigens freue ich mich, dass Du wieder vor Ort bist und wir wieder gute Nachrichten
austauschen können.
Liebe Grüße an Dich und ein schönes Wochenende - wünscht Dir Harald (Hellas)

Geschrieben: 06.02.09, 18:10 Uhr

Foto von hellas

hellas Level 3

Beiträge: 459

Hi Mirjam

Du bekommst heute Abend noch eine Nachricht von mir - egal ob Du schon wieder
in Berlin bist oder nicht. Kannst ja übers Wochenende oder später darauf reagieren.
Es geht um meine Zeit in Westberlin und den Erfahrungen die ich dort gemacht habe.
Auch Leiden unter dem DDR-Regime - geht kaum einen User  etwas an, aber ich bin Dir
(glaube ich) eine ausführliche Erklärung/Darstellung schuldig.

Geschrieben: 06.02.09, 20:02 Uhr

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