ullicomm..
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Gräbertourismus
Jede Stadt, jede Region, jedes Land hat seine Sehenswürdigkeiten. Was aber zu einer Kultur ebenso dazu gehört, ist die Begräbnisstätte der Toten.
Sich den Friedhof einer Stadt oder Region anzuschauen, kann sehr interessant sein, denn heute und auch in der Vergangenheit kann man so einige Besonderheiten finden.
Habt ihr schon mal daran gedacht, den Friedhof in einer fremden Stadt zu besuchen und euch mit dem Thema auseinander zusetzen?
Kennt ihr besonders interessante Begräbnisstätten
Viele Grüße
Ulli
Geschrieben: 03.11.08, 12:06 Uhr
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anemone
Beiträge: 1313
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Gräbertourismus
Ganz interessant- und was besonderes sind die Türme der Stille in der Nähe von Yazd(Iran)-gehören der Zarathustraanhänger (Parsen) und wurden bis 1972 benützt.
Die Toten sind auf diesen Türme hinaufgetragen und aufgebahrt worden, die Familie wartete unten.
Nach Stunden wurde die"Arbeit" der Geier erledigt, so dass dann die verbliebenen Knochen hinunter getragen wurden, gewaschen, und dann zeremoniell beigesetzt.
Der Sinn dieses Brauches war,war die Erde nicht zu beschmutzen.
In Tibet gibt es überhaupt keine Bestattung, die Toten werden ,in weiß verkleidet, von speziellen Leichemänner den Berg hinaufgetragen, dort werden sie auch den Geiern frei gegeben, nach dem sie "präpariert" wurden.
Die verbliebenen Knochen werden zermalmt,in Tsampa(Getreidebrei )eingebettet und den Gei8ern verfüttert.
Es heißt, dass man wieder der Natur zurückgegeben wird.
Und jetzt wieder was europäisches,und für uns näher und verständlicher:
In Rumänien,in Siebenbürgen(Sapantza) gibt es den "Lustigen Friedhof"- ganz bunte Kreuze und Denkmähler, mit fröhlichen und witzigen Sprüche über den Verbliechenen geschmückt-
Geschrieben: 03.11.08, 20:54 Uhr
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snowfreak
Beiträge: 484
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Gräbertourismus
Das ist ein sehr interessantes Thema, denn die Bestattungsrituale sind in jedem Land anders und haben sehr unterschiedliche Bedeutungen.
Ich bin leider noch nicht so weit in der Welt gereist, wie anemone, aber ich kann mich an meinen ersten Friedhofsbesuch in Mallorca erinnern.
Ich weiß nicht, warum ich überhaupt dort auf diesen Friedhof gegangen bin, aber der ganze Friedhof war vollgestopft mit Betonsarkophagen und Urnengräbern und überall lagen bunte Blumen (alte vertrocknete Blumen, Plastikblumen,…) man konnte kaum auf dem Friedhof treten so voll war er.
Allerdings war das schon ein recht beeindruckendes Erlebnis, die Ruhe auf dem Friedhof und die plumpe Wirkung der Betongräber lassen einen ein wenig an einen guten Horrorfilm erinnern.
Ganz Nebenbei, die Pyramiden von Ägypten sind auch Grabstätten.
Geschrieben: 07.11.08, 11:54 Uhr
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micha
Beiträge: 85
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Gräbertourismus
Da fällt mir sofort ein riesiger Friedhof in Sydney, in der Nähe des Bondi Beach ein. Da hatten praktisch alle Grabstätten Meerblick. Dieser riesige Friedhof direkt am Meer war sehr beeindruckend!
Geschrieben: 07.11.08, 14:53 Uhr
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wolf111
Beiträge: 909
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Gräbertourismus
Um mal wieder etwas näher in heimische Gefilde zu gelangen, empfehle ich einen Besuch auf dem Südwestfriedhof in Stahnsdorf. Dabei handelt es sich um die 2.größte Anlage Deutschlands - nach dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg.
Hier sind über 110.000 Grabstätten, darunter die von Prominenten wie:
Heinrich Zille
Lovis Corinth
Elisabeth Baronin von Ardenne (Vorbild für "Effi Briest")
Erik Jan Hanussen
Gustav Langenscheidt und Louis Ferdinand Ullstein
Werner Siemens, um nur einige zu nennen.
Daneben findet man hier noch eine Kapelle im Stil einer mittelalterlichen norwegischen Stabskirche (Orgelkonzerte!) sowie einen englischen und einen italienischen Soldatenfriedhof.
Geschrieben: 07.11.08, 15:36 Uhr
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lisa65
Beiträge: 170
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Gräbertourismus
der Ohlsdorfer Friedhof ist einzigartig und mit 400 Hektar der größte Parkfriedhof der Welt. Er hat viele historische Gräber , wie Wolfgang schon erwähnte, wunderschöne Parkanlagen,ferner die Prominentengräber .Es gibt unter anderem die Grabstätten der Familie Hagenbeck, des Opernsängers Peter Anders,Ida Ehre , die Gründerin der Hamburger Kammerspiele,nicht zu vergessen Gustaf Gründgens, Hanns Lothar,Hans Albers, und Wolfgang Borchert, u.v.m.
Inzwischen gibt es einen Ruhewald, Baumgräber ,die Schmetterlingsgrabstätte und Kolumbarien für oberirdische Beisetzungen.
Im Frühjahr blühen riesige Rhododendronbüsche.
Es gibt wunderbare alte Gräber mit Stein- oder Bronzeplastiken
Er ist einen Besuch wert, er ist so weitläufig,dass man völlig allein spazieren und seinen Gedanken nachgehen kann.
Man kann aber auch an einer Führungen teilnehmen.
Geschrieben: 07.11.08, 16:10 Uhr
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lisa65
Beiträge: 170
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Gräbertourismus
zu anemone
die Türme heissen genau : Türme des Schweigens ( im persischen) ich schau mal, ob ich noch ein Bild davon habe, muss ich dann aber einscannen
soweit ich weiß , haben auch die Indianer Ihre Toten so den Geiern überlassen, damit sie zurück zur Erde können, wo sie hergekommen sind.
Geschrieben: 07.11.08, 16:16 Uhr
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Rubin
Beiträge: 904
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Gräbertourismus
Ich war gerade jetzt in Berlin und habe mir folgende drei Friedhöfe angesehen:
"Dahlem" (z.B. Gräber von Harald Juhnke und O.E. Hasse), "Heerstraße" (Grete Weiser, Hildegard Knef, Horst Buchholz, Klausjürgen Wussow, "Bubi" Scholz, etc.) "Waldfriedhof Zehlendorf" (Willy Brandt, Günter Pfitzmann, etc.)
Beim nächsten Mal schaue ich mir auch die Gräber von Marlene Dietrich und Drafi Deutscher an. Das sind weitere zwei Friedhöfe.
Ich möchte aber betonen, dass ich nicht alleine der Friedhöfe wegen Berlin besucht habe, aber ich schätze die Atmosphäre von
gepflegten Begräbnisstätten sehr. Die von mir besuchten Friedhöfe in Berlin haben alle Parkcharakter. Ich mag auch alte Bäume, und diese sind dort reichlich zu finden, eben so schöne alte Grabsteine!
Wer sich generell für Grabstellen berühmter Persönlichkeiten interessiert, der sollte sich unter "promigrab.de" un/doder "Knerger.de" einloggen. Dort wird er " fündig"! Gruß, "Rubin"
Geschrieben: 01.07.11, 12:17 Uhr
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Karl-Hei..
Beiträge: 21
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Gräbertourismus
Wenn wir in einem fremden Land unterwegs sind, und es sich anbietet einen Friedhof zu besuchen, machen wir das auch warum nicht.
Geschrieben: 28.08.11, 11:09 Uhr
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Roger1973
Beiträge: 31
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Gräbertourismus
Auf Malta gibt es einige Nekropolen, die man besichtigen kann. Da liegen keine Berühmtheiten aber es ist historisch schon interessant.
Auch der Friedhof von Santiago de Cuba hat einiges zu bieten. Es ist schon dekadent, was sich einige der Superreichen vor der Revolution da haben hinsetzen lassen.
Geschrieben: 29.08.11, 12:12 Uhr
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