Vietnam

18.08.2008  ||  Kategorie: Alle

Vietnam

Am 25 Februar 2003 beginnt die große Indochinareise auf der ich schon lange gewartet habe.

Wir fliegen nach Bangkok und dann, nach 4 Stunden Aufenthalt, weiter hin nach Hanoi.
Ich nütze die Pause in Bangkok um mich massieren zu lassen, was sehr gut tut. Ich schätze die Thaimassage, das entspannt total.
Nach einem weiteren Flug landen wir dann in Hanoi.

Am nächste Morgen fahren weiter nach Halong -Bay. Wir fahren an Reisfelder vorbei wo die Leute, bis zu den Knien in Wasser, die Felder bestellen.
Die Halong Bucht, einmalig durch die vielen Kalksteininseln die durch Wasser und Wind in laufe der Zeit die bizarrsten Formen angenommen haben.
Wir fahren zwischen den Inseln mit einer Dschunke, wir genießen die wilde Landschaft, werden von den kleinen Booten der Händler immer wieder drauf aufmerksam gemacht was sie anzubieten haben : Muscheln, Lackarbeiten....

Wir essen dann einen köstlichen Fisch und besichtigen anschließend die Tropfsteinhöhlen am Ufer der Bucht.
Schöne Steinformationen,bunt beleuchtet, ein Werk der Chinesen die den technische Teil  übernommen haben- nicht unbedingt mein Geschmack!
Wir fahren dann zurück nach Hanoi und haben in Hotel eine tolle Musik und Akrobatik Show.Und lernen die köstliche vietnamesische Küche kennen!Meiner Meinung nach,die beste Küche Asiens!

Am nächste Tag besichtigen wir die Stadt.
Zuerst steht das Ho chi Minh Mausoleum auf dem Plan, wo man nur in 2-er Reihe hineingelassen wird. Hätte das nicht unbedingt haben müssen, dieser Totenkult ist nicht meins!
Dann besichtigen wir Ho sein Haus, ziemlich bescheiden aber mit einem wundervollen Garten, und dann die Einpfeiler Pagode und das Literaturmuseum.
 Es folgt dann das Marktviertel und die Pagode am Hoan Kiem See, das Wasserpupentheater, eine Spezialität Hanois.
Eine Fahrt mit Rikschas durch die Altstadt zeigt wie man in Hanoi lebt: das Leben spielt sich auf der Strasse ab, hier ißt man, schläft man, man unterhält sich, es werden verschiedene Obst und Gemüsesorten verkauft so wie alles Mögliche, die Mopeds beherrschen die Strassen, voll beladen mit Tieren, Käfige, Reissäcke, Blumen, und was auch immer, außerdem fährt oft die ganze Familie mit!Manche Mopeds sind so alt dass ein Wunder ist das sie doch noch fahren!

Wir fliegen am nächsten Tag nach Danang und fahren dann kurz nach Hoi An,die historische Hafenstadt(Weltkulturerbe).
Wir übernachten in Beach Ressort, am Ufer des Chinesischen Meeres.
Und da bekomme ich , als einzel Person, die Ho Chi Minh Suite, wo viele Berühmtheiten vor mir schon hier übernachtet haben(Catherine Deneuve, etc).Ich habe zwei Bäder,Küche, Fernsehraum, Schlafzimmer,aber nur ein Einzelbett!
Die ganze Gruppe schaut sich diese Pracht an!
Am nächsten Tag gehe ich ganz früh im Meer schwimmen, das Wasser ist angenehm und ganz klar! Ich treffe eine junge Vietnamesin die mich neugierig fragt woher ich komme und wie es mir gefällt....ein Kauderwelsch aus Englisch,Französisch und hauptsächlich, Handbewegungen.

Wir besichtigen die Altstadt Hoi An , das Cham Museum in Danang.
Am Nachmittag fahren wir über den Wolkenpass nach Hue.

Am nächsten Tag wird die Zitadelle und der Königliche Palast in Hue,die alte Kaiserstadt, besichtigt.
Eine Riesenanlage,mit schönen Pavillons und Tore, mit Gärten und Statuen, wo man aber noch die Spuren des Krieges sieht.
Die Region wurde durch Bombardements während der Krieges fast zerstört und die Restaurationsarbeiten dauern noch an.
Am Nachmittag fahren wir mit einem Boot auf dem Duftenden Fluß bis zur Tien Mu Pagode.Wir besichtigen das angeschlossene Shaolin Kloster wo wir eine Vorstellung über sämtliche Kampfsportarten bekommen.
Unser Localguide ist ein ehemaliger Kriegsweise der dann als Soldatenkind nach Kambodscha geschickt wurde und,nachdem er in Kung Fu ausgebildet ist, erklärt er uns sämtliche Bewegungen.
Faszinierend und elegant die Bewegungen! Aber, die können Menschen töten!Und von ihm erfahren wir auch viele andere interessante Sachen,die in keinen Reiseführer stehen!
Wir besichtigen dann noch die Mausoleen der Kaiser Thu Doc und Khai Dinh.Imposante Gebäuden!

Am nächste Tag fliegen wir nach Saigon, die Ho Chi Minh Stadt.
Wir besuchen das koloniale Zentrum mit dem Rathaus(vorm Rathaus steht ein Ho Chi Minh Denkmal), und die Notre Dame Kathedrale dann das chinesische Stadt Cholon, die Thien Hau Pagode wo die Räucherspiralen von Plafond hängen.
Und, vor der Pagode findet dann eine tolle Sportvorführung statt, von Trommlern begleitet.
Junge Männer in rot machen die tollste Akrobatikübungen, sie führen einen Drachentanz vor.
Am Nachmittag fahren wir nach Ciu Chi berühmt durch das Tunelsystem der Vietkong. Wir besichtigen den engen Tunelsystem und bewundern die Organisation, kosten die Maniokwurzeln, eine sehr rasch wachsende Pflanze die überall am Ho Chi Minh Pfad angebaut wurde damit die Versorgung gesichert ist.
Am Abend genießen wir eine Folklorevorstellung und  wieder einmal die vietnamesische Köstlichkeiten.Ein Menü hat bis zu zehn Gänge, Reis wird nur am Ende serviert, falls man noch nicht satt wurde!

Gleich in der früh fahren wir durch den sagenhaften Saigonverkehr. Hunderte Mopeds sind unterwegs mit Männern und jungen Frauen die Ao Dai (Landestracht) und dazu Masken und lange Handschuhe als Sonnenschutz tragen !Und bei uns brät man sich in Solarien! So unterschiedlich sind die Schönheitsideale!
Wir fahren Richtung Süden, ins Mekong-Delta.Unterwegs besichtigen wir ein Cao Dai Tempel( eine Sekte die buddhistische, christliche und animistische Elemente vereint), ganz bunt und feierlich.
Wir fahren dann mit einem Boot auf dem Mekong bis zu einer Insel und dann  weiter, mit kleinen Shampans durch die schmalen Kanäle.
Wasserstand ist ziemlich tief, die Frauen die die Shampans führen, haben ziemliche Schwierigkeiten .
Rund herum eine wilde tropische Vegetation, Bäume und Büsche, Bananen und Farne....Man könnte sich in diesen Reichtum verirren...
Wir kehren zurück auf der Insel und kosten herrliche tropische Früchte:Papaya,Ananas, Drachenaugen, Drachenfrucht, Bananen...
Und dann gibt es köstliches Mittagessen, mit einem Feuertopf und andere Leckereien....Und dann besichtigen wir noch ein typisches Delta Dorf!

Am Abend in Saigon unternehmen wir einen Spaziergang mit Thomas, unser Reiseleiter, der viele Jahre in Süd Ost Asien und Japan gelebt hat, und alle gute Tips kennt...z.B wie man eine Strasse überquert ...nämlich immer gerade aus, ohne stehen zu bleiben, auch wenn es einem mulmig wird....

Unser letzten Abend in Vietnam genießen wir auf die Terrasse des berühmten "Saigon Bar" bei einem Drink.Am nächste Morgen fliegen wir weite nach Angkor!

Und so endet unser Besuch in Vietnam!
Ein schönes Land, mit einer unheimliche Variation an Landschaften, mit einer Schrift die einem bekannt vorkommt(Latein) aber wo man kein Wort versteht, mit freundlichen Menschen die viel gelitten haben,mit noch sichtbare Spuren eines unnötigen Krieges,mit einer wunderbare Küche.
Mit einer sehr alten Kultur die in alten Gebäuden und Pagoden sichtbar ist und eine neue in Form der Glaspaläste.
Ein Besuch dort ist empfehlensswert!
Tam biet Vietnam!


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